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LAFITA 2021 - 30.11.-05.12.2021

Existenzielle Krisen hat es in der Geschichte des Kinos immer wieder gegeben, doch trotz aller kulturpessimistischer Sorgen hat es diese stets überstanden. So hat sich auch der zweimalige Lockdown letztlich nicht als Sargnagel erwiesen. Das Kino wird allmählich wieder zum Zielort in der ausgedünnten Kulturlandschaft. Und dennoch ist die jüngste Krise noch nicht ausgestanden. Viele ehemals passionierte Kinogänger*innen befinden sich auch weiterhin in der comfort zone des heimischen Wohnzimmers und streamen über den Laptop. Um aber aus dem Kinobesuch wieder ein Gemeinschaftserlebnis und aus dem Kinosaal einen Begegnungsort zu machen, führt kein Weg daran vorbei, genau diese Zuschauer*innen wieder zurückzugewinnen. 

Wir glauben, dass gerade in diesen Zeiten das Kino als öffentlicher und sozialer Raum, in dem im Austausch mit Filmemacher*innen und Zuschauer*innen Diskussionen geführt und Ideen entwickelt werden können, wichtiger ist denn je. Manch eine*r mag sich vom Überangebot spannender Produktionen, die geballt auf den Kinomarkt drängen, überfordert fühlen hier wollen wir durch ein sorgsam kuratiertes Programm Orientierung bieten und gleichzeitig das lateinamerikanische Kino nach München bringen.

Coronabedingt hatten zahlreiche spannende Produktionen einen stark verkürzten Kinostart (wie etwa der mitreißende Politthriller ROJO von Benjamín Naishtat), waren nur im Heimkino oder exklusiv bei Online-Festivals zu sehen. Doch all diese Filme sind eigentlich auch für die große Leinwand gemacht worden. Wir freuen uns deshalb ungemein, zumindest manchen dieser sehenswerten Filme endlich eine Kinopremiere bescheren zu können und ihnen die Bühne zu bereiten, die sie verdienen. Natürlich unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Hygienevorschriften … 

Auf den Leinwänden des Instituto Cervantes, des Werkstattkinos und des neuen Gasteig HP8 zeigen wir vom 30. November bis zum 5. Dezember in Zusammenarbeit mit der Filmstadt München, der Münchner Stadtbibliothek und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München Spiel- und Dokumentarfilme, Kurz- und Langfilme, kurzum: großes Kino für die große Leinwand. Folgt unserem Gekko nach Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Mexiko, Uruguay, Chile und Guatemala. Wir freuen uns darauf euch wiederzusehen und das Kino wieder zum Ort der Begegnungen und des Austauschs zu machen!

LAFITA zu Gast bei Gans am Wasser

Am Montag, den 13. September, zeigen wir euch ab 20 Uhr LOS FANTASMAS im zauberhaften Biergarten des Café Gans am Wasser.

>> Trailer und Details zum Film.

Wir freuen uns darauf, Sebastián Lojos Tiefenblick auf das Leben in Guatemala Stadt mit euch zu teilen! Der Eintritt ist frei.

lafita auf den 69. Filmkunstwochen München

Nachdem es nun pandemiebedingt eine Weile ruhig um uns war, freuen wir uns sehr, euch auf ein LAFITA-Zwischenspiel im Rahmen der 69. Filmkunstwochen München hinweisen zu dürfen:

Am Mittwoch, den 4. August, zeigen wir um 18.30 Uhr im Studio Isabella BACURAU – eine berauschende Mischung aus Neo-Western, Belagerungsthriller und politischer Allegorie. Der brasilianische Film von Kleber Mendonça Filho & Juliano Dornelles hat 2019 in Cannes den Jury-Preis erhalten! Trailer und weitere Informationen zum Film findet ihr hier: https://lafita.de/portfolio-item/bacurau/  

Da die Plätze knapp und das Interesse groß ist, lohnt es sich, die Tickets online zu reservieren: https://studio-isabella.com/filme/bacurau-portugiesisch-m-engl-untertiteln/

Jetzt erst recht!

Liebe Freund*innen des lateinamerikanischen Films,

aufgrund der erneuten Coronabeschränkungen können wir die Lateinamerikanischen Filmtage 2020 nicht wie geplant durchführen. Wir resignieren aber nicht, sondern arbeiten schon mit Hochdruck an der Verschiebung unseres exquisiten Programms. Sobald neue Termine feststehen, werden wir euch hier sowie auf unseren Social-Media-Kanälen darüber informieren!

Keine Frage – es war von vornherein gewagt, in diesen unsicheren Zeiten sozialer Distanzierungsgebote eine Veranstaltungsreihe zu planen, die auf Begegnungen vor Ort setzt. Aber, wenn ihr uns fragt: Wir würden immer wieder auf das Kino als Spielstätte setzen! Nicht aus sturer Torheit oder Nostalgie, sondern weil wir davon überzeugt sind, dass die Kinos eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielen – als Orte, an denen Debatten und Freundschaften, Affinitäten und Widersprüche entstehen. Das ist auch der Grund, wieso wir Filmen, denen 2020 ein Kinostart nicht möglich war, zu einer Premiere im Rahmen der Lateinamerikanischen Filmtage verhelfen wollten.

Doch wir befinden uns momentan im zweiten Lockdown, in einer Zeit diverser Verzichte und Entbehrungen. Jenseits der unverrückbaren Diagnose sind aber kulturelle Gegenmittel in Reichweite, Impfstoffe gegen die Seelennot, darunter auch unsere Filmauswahl. Wir können euch schon jetzt verraten, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann, auch wenn es sich umstandsbedingt leider noch nicht ansehen lässt. Wir hoffen, dass sich der Nebel der Zukunft schon bald verflüchtigt, wir uns wieder begegnen und gemeinsam die lateinamerikanische Filmkultur zelebrieren können.

Wir setzen auch weiterhin auf Präsenz, auf Begegnungen, auf Impulsbesucher*innen, hartgesottene Cineast*innen und LAFITA-aficionadxs, die auch in Krisenzeiten eine enorme Unterstützung für uns waren und es weiterhin sein werden.Daher planen wir, unser Programm – sobald dies wieder möglich ist – im Instituto Cervantes, im Gasteig und im Werkstattkino zu zeigen.

Verliert nicht Eure Zuversicht, wir werden indessen dafür sorgen, dass unser Projekt auch weiterhin besteht – seit 1986 und jetzt erst recht!

Bleibt gesund,
euer LAFITA-Team

Bis bald im
Kino!

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16 Filme

8 Lang- und 8 Kurzfilme

350 Tickets

Vorverkauf und Abendkasse

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19 Vorführungen

sobald es geht

3 Spielstätten

Instituto Cervantes, Gasteig, Werkstattkino