CHICO VENTANA

Das Schicksal einer Wohnung in Montevideo scheint mit einem Acker irgendwo auf den Philippinen verwoben zu sein. Bildet etwa das Kreuzfahrtschiff vor Patagonien eine geheime Verbndung? In seinem Langfilmdebüt lädt der uruguayische Regisseur Alex Piperno den*die Zuschauer*in zu einer bizarren Weltreise ein. Wer hier magischen Realismus wittert, liegt daneben, denn hier trifft pure Phantastik auf eine Meditation zur globalen Vernetzung.

Bereits der gewaltige Titel verrät, dass eine konventionelle Sichtweise nicht weit blicken lässt. Den Laiendarsteller*innen des Films tun sich ganz unverhofft Paralleluniversen und Abgründe auf. Hier ist es aber nicht der Glaube, der Berge und Kontinente versetzt, sondern ein stilles Staunen angesichts des Unerklärlichen, das in den Alltag einbricht, vielleicht auch ein bisher unbemerkter Teil des Alltags war.

+++ VERSCHOBEN +++

INFO:
UR/ARG/BRA/NL/PHI 2020, 85 MIN., OMEU
REGIE: Alex Piperno